Die verlorene Geschichte von Skopje

Im Juni blühen in Skopje die Linden.
Die ganze Stadt ist vom intensiven Duft erfüllt, den sie verströmen. Unter einem der riesigen, schattenspendenden Bäume liegt das Straßencafé des Hotel Bristol, eines der wenigen übriggebliebenen Bauten des einstigen Skopje.

Am späten Nachmittag des 25. Juli 1963 kündigte Radio Skopje einen sommerlich heißen Folgetag an. Wenige Stunden später stand die Stadt nicht mehr. Im Morgengrauen des 26. Juli zerstörte ein zwanzig Sekunden dauerndes Erdbeben die mazedonische Hauptstadt. Fast alle wichtigen Gebäude fielen in Trümmer, mehr als tausend Tote wurden gezählt. Weitgehend unversehrt blieb der osmanische Teil, die Altstadt Skopjes am linken Ufer des Flusses Vardar. Bereits wenige Tage nach dem Beben wurde der Bau einer neuen Stadt beschlossen. Marschall Tito sprach von der Notwendigkeit internationaler Unterstützung und Solidarität, die Skopje nun erhalten sollte. Trotz politischer Spannungen in der härtesten Zeit des Kalten Krieges wurde ein internationales Vorhaben über alle politischen Grenzen hinweg initiiert. Die Vereinten Nationen schrieben einen Wettbewerb für die Erbauung einer neuen Stadt aus.

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Gabriele Reiterer
Die verlorene Geschichte von Skopje
Der Standard
27. Juli 2008

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Skopje HauptplatzKAMENI MOST

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