Die Schwimmer in der Stadt. Leptis Magna

Vor der Revolution. Der türkisfarbene Flughafen von Tripolis. Auf den Spuren von Ladislaus Almásy und den Felszeichnungen im Gilf Kebir. Die Schwimmer in der Wüste. Almásy, der mit der Figur in der Geschichte des englischen Patienten kaum etwas gemeinsam hatte, testete in den neunzehnhundertdreißiger Jahren für Steyr Automobile unter den extremen Bedingungen der Wüste. Almásy kartografierte die lybische Sahara, bis dahin ein unvermessenes Gebiet.

Vorher aber Tripolis. Wieder eine Zeitreise. Tripolis gleicht einer italienischen Stadt aus den neunzehnhundertfünfziger Jahren. Einige Kilometer weiter an der Küste stehen die Ruinen einer der größten Städte der Antike. Das zweite Rom, so nannte man Leptis Magna. Ringsum lagen die Kornkammern des römischen Reiches an der einst so fruchtbaren nordafrikanischen Küste. Die Stadt ist eine Ode an den Marmor. Säulen, Simse, Wege, Stufen. Die Italiener betrieben in den neunzehnhundertdreißiger Jahren umfassende Ausgrabungen. Leptis Magna war Teil der faschistischen Ideologie, die den Ruhm des römischen Reiches programmatisch beschwor.
Die Stadt scheint nahtlos in das Meer überzugehen.

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